14. Feb 2020

Von Margit Koudelka & Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc

Laufend helfen!

Bewegung hält nicht nur den eigenen Körper fit – sie kann auch einem guten Zweck dienen. Ob für Einzelpersonen, Familien oder Hilfsorganisationen: Alexander Radin und Dominik Pacher aus Kärnten laufen für ihr Leben gerne.

Alexander Radin und Dominik Pacher kennen einander schon seit der Schulzeit und haben eine große Liebe, die sie verbindet: das Laufen. Seit einiger Zeit machen die beiden gemeinsame Sache, nehmen mehrmals im Jahr an Laufevents teil und konnten bereits schöne Erfolge feiern: Alexander Radin, der mit Down-Syndrom geboren wurde, holte 2015 bei den Special Olympics die Bronzemedaille für Österreich. Sein Lauf-Partner, Dominik Pacher, ist mehrfacher österreichischer Ultralaufcupsieger und gewann 2012 auch das „Race Across Burgenland“. Seither haben die beiden viele Läufe gemeinsam bestritten, nach dem Motto: „Kein Weg ist lang – mit einem Freund an deiner Seite!“ Und sie haben auch in den nächsten Jahren noch so einiges vor, wie sie uns im Interview verraten.

Herr Radin, seit wann laufen Sie und wie sind Sie dazu gekommen?

Alexander Radin: Bewegung macht mir sehr viel Spaß, das ist bereits seit meiner Kindheit so. Im Sportjahr 2008 war ich dann Zuschauer bei „Kärnten Läuft“. Zu diesem Anlass schlossen mein Onkel und mein Vater eine Wette ab: Sie wollten ein Jahr später zusammen mit mir starten. Leider wurde aufgrund einer Verletzung nichts daraus, aber ich konnte dann im Sportjahr 2010 gemeinsam mit ihnen starten. Ich habe das absolute Glück, dass meine Familie von Anfang an hinter meinen sportlichen Tätigkeiten gestanden ist und dass sie das weiterhin tut. Und ich bin glücklich darüber, dass meine Erfolge auch meiner Familie viel Freude bereiten.

Herr Pacher, wie haben Sie und Herr Radin einander kennengelernt?

Dominik Pacher: Wir kennen uns schon seit der Schulzeit und der Laufsport hat uns dann freundschaftlich so richtig verbunden. Die Freundschaft mit Alex bedeutet mir wirklich sehr viel, er ist mein bester Freund und auch mein größtes Vorbild! Ich schätze mich überaus glücklich, so einen tollen Menschen meinen Freund nennen zu dürfen. Unsere Freundschaft geht weit über den Sportbereich hinaus und wird auch bei gemeinsamen Urlauben gefestigt. Wir machen mittlerweile eigentlich alles zusammen. Das Training bestreitet aber meist jeder für sich, da wir in unterschiedlichen Städten wohnen und arbeiten. Jedoch verbindet uns fast jedes Wochenende ein gemeinsames Laufsportevent.

Herr Radin, wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie regelmäßig laufen? Was motiviert Sie dazu, weiterzulaufen?

Alexander Radin: Ich bin, seit ich intensiv laufe, stets fit, motiviert und gut gelaunt. Der Laufsport ist ein großartiger Ausgleich für mich und es ist einfach wundervoll, dieses Hobby mit meinem besten Freund zu teilen. Laufen macht mir Spaß und ist gut für meine Gesundheit, ich treffe viele Gleichgesinnte und kann vielleicht auch andere dazu motivieren, sich zu bewegen. Das ist ein schöner Gedanke.

Sie laufen aber nicht nur für sich selbst, auch der Benefiz-Gedanke ist Ihnen wichtig. Welche Projekte haben Sie bereits unterstützt?

Dominik Pacher: Es ist einfach wunderschön, wenn man sein Hobby bzw. seine Leidenschaft für andere Menschen einsetzen kann. Man spürt auch, dass man gemeinsam stark ist und vieles bewegen kann. Sport für den guten Zweck ist wirklich etwas Schönes, das motiviert und Kraft für neue sportliche Aufgaben gibt. Wir haben schon für zahlreiche Einzelpersonen, Familien oder Hilfsorganisationen gesportelt. Wenn Krankheiten oder Schicksalsschläge im Spiel sind und wir wissen, dass wir helfen können, sind wir am Start. Egal, ob für die Kärntner Kinderkrebshilfe, für Kärntner in Not oder für die ROTE NASEN Clowndoctors Österreich: Wir sind top motiviert und geben unser Bestes!

Sport für den guten Zweck ist wirklich etwas Schönes, das motiviert und Kraft für neue sportliche Aufgaben gibt.

Welche Läufe und Sportveranstaltungen sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Alexander Radin: Am eindrucksvollsten waren für mich der erste Start im Sportjahr 2010 bei „Kärnten Läuft“ sowie die Olympiateilnahme im Jahr 2015, die mit der Bronzemedaille gekrönt wurde. Auch die jährliche Teilnahme an der „Burgenland Extrem Tour“ sei erwähnt, wo Dominik und ich gemeinsam in der Rolle des Laufbotschafters des Sportlandes Kärnten starten. Egal, wo wir sportlich unterwegs sind, jede Laufveranstaltung ist auf ihre Art und Weise etwas ganz Besonderes und es ist schön, zu sehen, wie Sport die Menschen bewegt und verbindet.

Dominik Pacher: Ein sehr bewegender Moment war im Jahr 2014 die läuferische Durchquerung unseres Bezirks Spittal an der Drau. Dort durfte ich für die kleine Anna aus unserer Sportgemeinde Flattach von Spittal nach Heiligenblut laufen. Alex hat mich an diesem Tag stets aus dem Begleitfahrzeug betreut und ist auch etliche Kilometer mit mir gelaufen. An dieser Stelle möchte ich nochmals ein großes Dankeschön an alle Helfer aussprechen, welche diesen Tag zu etwas Einzigartigem und Unvergesslichem gemacht haben! Bei der Ankunft in Heiligenblut konnten wir der kleinen Anna eine sehr hohe Summe freiwilliger Spenden übergeben, die für ihre Therapie dringend gebraucht wurde.

Herr Radin, wie hat es sich für Sie angefühlt, die Bronzemedaille bei den Special Olympics 2015 zu gewinnen?

Alexander Radin: Es war wegen der Hitze sehr anstrengend, aber ein tolles und vor allem unvergessliches Erlebnis. Außerdem durfte ich dort Arnold Schwarzenegger persönlich kennenlernen und das war einfach spitze!

Dominik Pacher: Als Alex zu laufen begonnen hat, hatten wir noch keine Ahnung, wie großartig sich seine sportliche Karriere entwickeln würde. Es ist einfach sagenhaft, so weit konnte niemand vorausdenken. Und wer weiß, was noch alles kommt, solange Alex Freude am Laufsport hat …

Was sind denn Ihre weiteren sportlichen Ziele?

Alexander Radin: Es wäre ein großer sportlicher Traum, wieder einmal bei den Special Olympics dabei sein zu dürfen. Somit träume ich jetzt schon von den Olympischen Spielen 2023 in Deutschland. Mir ist es wichtig, mir Ziele im Leben zu setzen, und das wäre ein weiterer bedeutender Meilenstein für mich. Ansonsten möchte ich weiterhin viel Spaß am Laufsport haben und diesen leben. Somit werde ich auch in Zukunft stets an etlichen Läufen teilnehmen, wobei die Freude am Sport im Vordergrund steht. Für mich ist jeder Lauf etwas Besonderes, es muss sich nicht immer um Olympia handeln.

Dominik Pacher: Für mich würde ebenfalls ein weiterer sportlicher Traum in Erfüllung gehen, sollte sich Alex qualifizieren. Dann wäre es natürlich sehr schön, wenn seine Eltern und ich ihn wieder nach Deutschland begleiten könnten, um ihn zu unterstützen und jeden teilnehmenden Athleten zu bejubeln.

Welche Tipps haben Sie in Bezug auf die Ernährung?

Dominik Pacher: Ich persönlich trainiere nie nüchtern, da ich einfach Treibstoff für meine körperliche Leistungskraft benötige. Schon jahrelang konsumiere ich eine Trinknahrung in Kombination mit OMNi-BiOTiC® sowie mit einem Energieriegel. Ich verspüre danach kein Völlegefühl und kann mich problemlos bewegen.

Alexander Radin: Ernährung ist ein extrem wichtiger Bestandteil des Lebens und sowohl für das Wohlbefinden als auch für sportliche Erfolge bzw. Höchstleistungen relevant. Durch die tägliche Ergänzung um OMNi-BiOTiC® kann man schon sehr viel dazu beitragen, gesund und sportbewusst zu leben.

Wie gehen Sie mit Herausforderungen wie Verletzungen oder schlechtem Wetter um?

Alexander Radin: Zum Glück habe ich eigentlich nie körperliche Beschwerden, somit glaube ich, einen gesunden Ausgleich zu meinen beruflichen Tätigkeiten in der Lebenshilfe Spittal gefunden zu haben. Ich habe in meiner Wohnung in Spittal einen eigenen Fitnessraum eingerichtet und auch in meinem Elternhaus in Kolbnitz stehen ein Laufband sowie ein Ergometer stets für mich bereit. Ich versuche aber, Sport so oft wie möglich in der freien Natur zu treiben, da ich einfach gerne an der frischen Luft bin.

Dominik Pacher: Jetzt im Herbst und Winter ist es besonders wichtig, den Körper gut aufzuwärmen, bevor das Training beginnt, und sich dem Wetter entsprechend zu kleiden.

Herr Pacher, welche Trainingstipps haben Sie für Laufbegeisterte oder für solche, die es noch werden wollen?

Dominik Pacher: Man sollte sich täglich so bewegen, dass die Freude am Hobby spürbar ist. – Ein gesundes Mittelmaß ist dabei die beste Dosis. Wenn man einmal keine Lust aufs Trainieren hat, ist das auch in Ordnung. Dann sollte man etwas anderes unternehmen. Etwas, das einem in diesem Moment mehr Freude bereitet. Optimalerweise sollten beim Laufsport nicht allein die Beine, sondern der ganze Körper trainiert werden. Somit ist man überall gestärkt und beugt Überbelastungen bestimmter Muskelgruppen vor. Dehnen ist zudem für jede Sportart wichtig und gehört einfach dazu. Für mich steht vor bzw. nach dem Lauftraining immer ein Dehnprogramm auf dem Plan – es ist wichtig, seinen Körper auf Betriebstemperatur zu bringen und ihn nach dem Sport wieder „herunterzufahren“. Die Freude am Sport sollte niemals verloren gehen, somit trainiert man täglich anders und lässt der Trainingsfantasie freien Lauf.

Herr Radin, was machen Sie, wenn Sie nicht laufen?

Alexander Radin: Ich unternehme gerne etwas mit meinen Eltern, treffe mich mit Dominik sowie anderen Freunden zum Fortgehen, ich tanze leidenschaftlich gerne und höre Musik. In der Lebenshilfe Spittal übernehme ich unter der Woche verschiedenste handwerkliche Aufgaben. Ich suche aber gerade einen Job außerhalb der Lebenshilfe, für ein paar Stunden pro Woche. Der Job muss nichts mit Sport zu tun haben – es wäre einfach toll, einen Dienstgeber zu finden, der mich als Mensch so annimmt, wie ich bin. Ein Beruf mit Kontakt zu anderen Menschen wäre genau das, was ich suchen würde.

Möchten Sie uns abschließend Ihre Vorbilder und Motivationstipps verraten?

Alexander Radin: Für mich persönlich ist eigentlich jeder aktive Sportprofi ein Vorbild, da hinter jeder einzelnen Profikarriere sehr, sehr viel Arbeit steckt.

Dominik Pacher: Man sollte sich Ziele setzen und stets zufrieden nach vorne blicken, nach dem Motto: „Stell dir vor, dein Tag wird toll und du bist daran schuld!“

 

Alexander und Domink sind außerdem Teil unseres OMNi-BiOTiC® POWER-Teamszum Steckbrief >

 

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