Allergische Kindheit

Mag. Julia Wild

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung einer Allergie im Kindesalter? Wie können Eltern das Erkrankungsrisiko ihres Nachwuchses verringern? Und: Wie äußert sich eine Pollenallergie eigentlich?

Allergien der Atemwege nehmen bei Kindern und Jugendlichen stetig zu. Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines nicht nur lästigen, sondern enorm belastenden Heuschnupfens spielt die erbliche Vorbelastung: Leidet ein oder sogar beide Elternteile an einer Allergie, dann ist auch das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit davon betroffen. Stärker gefährdet sind außerdem Babys, die per Kaiserschnitt auf die Welt und somit nicht mit der mütterlichen Darmflora in Berührung kommen. Daher sollten Kaiserschnitt-Kinder unbedingt ab dem ersten Lebenstag mit Probiotika unterstützt werden.

 

Gesunder „Dreck“

 

Neben einer natürlichen Geburt dürfte auch die Umgebung, in der das Kind aufwächst, eine große Bedeutung für das Allergierisiko haben. Positiv wirkt sich z.B. eine Kindheit auf dem Land, bestenfalls auf einem Bauernhof mit häufigem Stallkontakt, aus. Im Gegensatz dazu fördern übertriebene Hygiene nach westlichem Stil sowie bestimmte (nicht) durchlebte Infektionen allergische Atemwegserkrankungen. Gestillte Säuglinge könnten wiederum weniger stark von Allergien betroffen sein als jene, die nur kurz oder gar nie mit Muttermilch ernährt wurden. Auch das Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft entscheidet mit, ob ein Kind später mit den fliegenden Pollen zu kämpfen hat. Nikotinkonsum oder häufige Aufenthalte in verrauchten Räumen sowie die Ernährung der Schwangeren beeinflussen das kindliche Allergierisiko. „Das Baby isst, was seine Mutter isst“ – deshalb sollte der Speiseplan möglichst abwechslungs-, vitamin- und mineralstoffreich sein. 

80% der Immunzellen sind im Darm angesiedelt. Ein gesunder Darm ist daher der beste Schutz gegen Heuschnupfen & Co.

Gerötete Augen und laufende Nase

 

 Insbesondere junge Pollenallergiker – die meisten erkranken um das zehnte Lebensjahr – leiden unter den unangenehmen Symptomen eines Heuschnupfens. Diese allergische Reaktion auf Pollen betrifft die Schleimhäute von Nase, Rachen und Augen und äußert sich durch Jucken, Schwellung, Tränen und Nasenlaufen. Die Kinder sind oft müde, abgeschlagen oder haben sogar Fieber. Die Ursache ist jedenfalls immer ein geschwächtes und dadurch vielfach überreiztes Immunsystem. Nachdem aber 80% der Immunzellen im Darm angesiedelt sind, ist ein gesunder Darm der beste Schutz gegen Heuschnupfen & Co. Der stärkste Pollenflug findet im Frühling zwischen April und Juni zur Hauptblütezeit statt. Sonne, Luftfeuchtigkeit, Windstärke oder Niederschlag bestimmen die Pollenkonzentration in der Luft. Das Immunsystem von Kindern mit einer Sensibilisierung gegen Blütenpollen reagiert bei Kontakt mit diesen. Insbesondere beim Spielen an der frischen Luft machen sich die Symptome bemerkbar. Eine rasche Linderung der Beschwerden erreicht man durch die Stabilisierung des Darms mit den wichtigsten Leitkeimstämmen der Darmflora, erhältlich in der Apotheke. 

Stand der Information: Donnerstag, 17. Mai 2018

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