Diesen Schluss legt eine kleine US-Studie nahe, die im „American Journal of Clinical Nutrition“ publiziert wurde. So wäre es vielleicht möglich, die Betreffenden besser vor im Alter gehäuft auftretenden Infektionskrankheiten und ihren Folgen zu schützen.
An der Studie der Tufts University in Boston (Massachusetts) nahmen 25 über 65-Jährige aus drei Pflegeeinrichtungen im Raum Boston teil, die moderat bis stark unzureichende Zinkwerte im Serum aufwiesen. 13 Personen erhielten drei Monate lang ein Placebo (Multivitamintablette mit fünf Milligramm Zink), zwölf Probanden schluckten täglich ein Multivitaminpräparat mit 30 Milligramm Zink. Vor und nach der Intervention wurden die Zinklevels sowie das Immunsystem (Profil und Funktion) erhoben.
Durch die Einnahme der Supplemente gelang es, die Zinkwerte um 16 Prozent anzuheben, was deutlich stärker war als in der Kontrollgruppe, wo sie nur um 0,7 Prozent zunahmen. Personen mit moderatem Zinkmangel schafften in den drei Monaten den Sprung auf einen angemessenen Wert, bei starker Defizienz gelang das in diesem Zeitraum nicht.
Gemeinsam mit dem Anstieg der Zinkwerte im Blut nahm auch die Zahl und Effektivität der T-Zellen deutlich zu. Wurden diese mit einer simulierten Infektion konfrontiert, reagierten sie besser und schneller als zuvor.
Frühere Studien hätten gezeigt, dass etwa 30 Prozent der Einwohner von Pflegeheimen niedrige Zinkwerte aufweisen und diese signifikant öfter von Pneumonie und damit zusammenhängender Morbidität betroffen sind, sagte Hauptautor Simin Nikbin Meydani. Dank der nun vorliegenden Arbeit wisse man jetzt, dass Zinksupplemente die Serumlevels heben und in der Folge auch die T-Zellen stärken können. Damit gebe es ein potenzielles Mittel, um gegen das aus Sicht der öffentlichen Gesundheit große Problem der Infektionsgefahr und der damit verbundenen Mortalität bei älteren Menschen anzukämpfen, meinte Meydani.
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