05. Mrz 2019

Mag. Julia Wild

Nahrungsergänzung bei Kindern

Macht Nahrungsergänzung bei Kindern Sinn? Wie funktioniert der Umstieg von Stillen auf feste Nahrung? Und: Welche Nährstoffe sind für Gesundheit und Wachstum besonders wichtig?

Muttermilch versorgt das Baby mit allem, was es braucht. Mamas Brust ist mit sämtlichen wichtigen Lebensbausteinen für eine gute körperliche und geistige Entwicklung ausgestattet. Auch Eltern von „Flaschenkindern“ haben mit einem nach wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellten und geprüften Muttermilchersatz kein Nährstoffdefizit bei den Kleinen zu befürchten. Bei Beikost und dem endgültigen Umstieg auf feste Lebensmittel zählen vor allem die Qualität und die altersadäquate Nahrungsmenge.

Ausgewogene Ernährung bei Kindern

Nahrungsergänzung bei Kindern Eine normale Ernährung, die anfangs aus Muttermilch und später aus vollwertigem Getreide, Gemüse, Eiern, Milchprodukten oder anderen Eiweißquellen wie Fleisch oder Fisch besteht, deckt den Nährstoffbedarf eines gesunden Kindes problemlos ab. Nahrungsergänzung in Pulver-, Tabletten-, Saft- oder Tropfenform ist zumeist nicht notwendig und sollte mit dem Kinderarzt besprochen werden. Sinnvoll kann die Gabe von Probiotika während des gesamten ersten Lebensjahres sein, dies macht Kinder weniger anfällig für Allergien bzw. Neurodermitis. Wenn der Darm von Beginn an mit nützlichen Bakterien besiedelt wird, unterstützt das die Ausbildung des Immunsystems im Säuglingsalter. Die Mutter sollte mit der Einnahme von Probiotika schon gegen Ende der Schwangerschaft beginnen, speziell wenn sie selbst unter einem geschwächten Immunsystem leidet. In der ersten Zeit nach der Geburt trinkt das Baby ausschließlich Muttermilch oder Flaschennahrung. Ab dem fünften bis siebten Monat können Eltern ein wenig Beikost, z. B. Karotten- oder Pastinakenbrei, geben und damit schrittweise eine Trinkmahlzeit ersetzen. Gegen Ende des siebten Monats kann eine weitere Trink- durch eine Breimahlzeit ersetzt werden. Zwischen dem neunten und zwölften Monat erfolgt die schrittweise Umstellung auf eine abgewandelte Familienkost, wobei nicht unbedingt komplett abgestillt werden muss. Viele Mütter nehmen das Kind beispielsweise noch im Rahmen eines Einschlafrituals an die Brust. Generell gilt: Stillen ist so lange möglich, wie Kind und Mama es wünschen.

Gesamtkalorienbedarf des Kindes

Die ersten Lebensjahre stellen die wichtigste Phase für die körperliche und geistige Entwicklung des Menschen dar. Ab einem Alter von etwa vier Jahren nimmt der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht ab, wobei sich der Gesamtkalorienbedarf des Kindes aufgrund seines Längenwachstums mit zunehmendem Alter erhöht. In dieser Wachstumsperiode ist eine ausreichende Aufnahme von Eisen, Kalzium, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin A, D und C besonders wichtig. Mit einer normalen, ausgewogenen und frischen Ernährung fehlt es den Kleinen in der Regel an nichts: In Getreide, Obst und Gemüse steckt eine Vielzahl verschiedener Nährund Ballaststoffe, Milch und Milchprodukte liefern Kalzium und Vitamin D, Jod wird durch Fisch zugeführt, Magnesium und Eisen sind in Vollkornprodukten enthalten. Folglich ist ein Kind mit einer gesunden Mischkost ausreichend versorgt. Sollten Mangelerscheinungen auftreten, weil das Kind viele Speisen ablehnt, ist mit dem Kinderarzt Rücksprache zu halten.

 
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