„Jedem Kind ein liebevolles Zuhause geben“ – das ist die Vision von SOS Kinderdorf. Entstanden 1949 in Tirol, spannt die Organisation heute einen humanitären Bogen um die ganze Welt, quer über alle Religionen, Kulturen und Gesellschaften hinweg. Mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen familiäre Geborgenheit und ein Aufwachsen in Würde und voller Wärme zu ermöglichen.
SOS-Kinderdorf als sozialer Nahversorger
In Österreich bietet SOS-Kinderdorf zahlreiche Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Die Vielfalt entspricht dem heutigen Familienwandel. SOS-Kinderdorf ist da, wo es gebraucht wird, wie Birgitta Thurner, langjährige SOS Kinderdorfleiterin in der Steiermark, erklärt: „Ob Krisenwohngruppen, SOS Kinderdorf- Familien, Mutter-Kind-Wohnen, Beratungsstellen, Ambulatorien – immer mehr avanciert SOS-Kinderdorf zum sozialen Nahversorger mit einer Vielfalt an Betreuungsformen, sowohl längerfristig als auch mobil.“
Kein Kind wird alleingelassen
So bot SOS-Kinderdorf seit seiner Gründung allein in Österreich rund 14.500 Kindern und Jugendlichen in SOS-Kinderdorf-Familien und -Wohngruppen ein sicheres Zuhause.
Tausende junge Menschen und deren Familien wurden bei Problemen und Krisen unterstützt. Rund 1.800 Kinder und Jugendliche haben derzeit bei SOS-Kinderdorf Österreich ein geborgenes Zuhause, fast doppelt so viele werden mitsamt ihren Familien regelmäßig beraten und begleitet.
„Jedes Kind hat das Recht auf ein liebevolles Zuhause und eine gesicherte Zukunft“, so Thurner – und dieser Gedanke wird die Arbeit von SOS-Kinderdorf auch weiterhin prägen.
Weitere Infos sowie Möglichkeiten zu unterstützen: www.sos-kinderdorf.at.
UNICEF gibt Menschen in Malawi Zukunft
Über 7.000 km Luftlinie von Österreich entfernt, bedrohen im Südosten Afrikas, in Malawi, ganz andere Faktoren die Zukunft von Kindern und Jugendlichen: Unterernährung, Wassermangel oder der fehlende Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Medikamenten und Bildung. Hier leistet UNICEF konkrete Hilfe mittels verschiedener Projekte.
Sauberes Trinkwasser durch Solarpumpen
Eines dieser Projekte ist die Versorgung der Menschen mit dringend benötigtem Trinkwasser durch solarbetriebene Wassersysteme. Meist gibt es in malawischen Dörfern nur eine Wasserstelle, bei der die Menschen stundenlang anstehen müssen. Zusätzlich ist dieses Wasser oft mit Keimen verunreinigt, was zu Krankheitsausbrüchen führt und die Entwicklung der Kinder behindert.
„Wasser ist ein unglaublich starker Hebel für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben“, erklärt MMag. Anna Wilhelm-Strenn von UNICEF Österreich. „Es ermöglicht, dass Kinder in die Schule gehen können, sich vor übertragbaren Krankheiten schützen und sich ausgewogener ernähren können, um ihr volles Potenzial zu erreichen.“ Dank UNICEF erleichtern nun tiefe Bohrlöcher und solarbetriebene Wasserpumpen selbst in Dürrezeiten den Zugang zu Trinkwasser. Dabei versorgt eine Pumpe bis zu 10.000 Menschen täglich mit sauberem Wasser, wodurch sich die Kinder- und Müttersterblichkeit deutlich verringert und die Lebensqualität verbessert hat.
Drohnen als Hilfe zur Selbsthilfe
Bei einem weiteren Projekt setzt UNICEF auf Hilfe zur Selbsthilfe. Die African Drone & Data Academy ermöglicht jungen Afrikanern eine Ausbildung in den Bereichen Drohnenbau und –pilotierung sowie Datenanalyse. Die Jugendlichen werden dadurch nicht nur mit gefragten Fertigkeiten für neue Technologieberufe ausgestattet, sondern können ihre Kompetenzen auch gleich direkt in der Region für das Allgemeinwohl einsetzen.
So erleichtern Drohnen beispielsweise den Transport von medizinischen Gütern wie Impfstoffen, Medikamenten oder Blutproben.
Außerdem liefern sie wichtige Luftbildaufnahmen, die etwa Rettungsaktionen nach Naturkatastrophen unterstützen oder Moskitobrutstätten oder Schädlingsbefall auf Äckern identifizieren, um so der Ausbreitung von Malaria oder Pflanzenschädlingen vorzubeugen.
Die Absolventen der Drohnenakademie – der Großteil von ihnen sind Frauen – finden nach ihrem Abschluss Jobs, die ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
Das Bestreben, Kindern und jungen Menschen die Chance auf ein besseres Leben zu geben, ist auch der Grund, warum Mag. Anita Frauwallner, CEO des Institut AllergoSan, die Arbeit von UNICEF in Malawi persönlich unterstützt und sich selbst schon vor Ort ein Bild von ihren positiven Auswirkungen gemacht hat. „Viele Kinder werden in ein sehr schwieriges Umfeld geboren, aber mit der richtigen Unterstützung können sie alles erreichen. Ich bin glücklich, wenn ich diesen Kindern dabei helfen kann, ihren Weg zu gehen.“
Unterstützen auch Sie den Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Arbeit von UNICEF in Malawi: www.unicef.at/hilfsprojekte-weltweit/hilfsprojekte-in-afrika/unicef-in-malawi/