Die Idee für die Entwicklung von SkinScreener stammt von Dr. Michael Tripolt, einem erfahrenen Grazer Dermatologen. Zu seiner App wurde er von „Star Trek“-Filmen inspiriert – darin werden Krankheiten mithilfe des Tricorders erkannt. Tripolt und sein Geschäftspartner, ein Arzt und Biomedizintechniker, sammelten tausende Bilder von Hautläsionen und trainierten einen Algorithmus, der zwischen harmlosen und potenziell gefährlichen Hautveränderungen unterscheiden kann.
Die erste Demoversion wurde in einer klinischen Studie an der Medizinischen Universität Graz umfassend getestet – mit vielversprechenden Ergebnissen: Bei über 1.200 Hautläsionen von mehr als 300 Patienten erzielte der Algorithmus eine klinische Genauigkeit von 95 % – ein beeindruckender Wert und der Startschuss für SkinScreener.
Schnelle Einschätzung mit technologischer Innovation
Bemerkt man eine Hautveränderung, wünscht man sich schnell Klarheit. Doch auf einen Termin beim Dermatologen muss man lange warten. Außerdem ist ein Hautscreening in Österreich privat zu bezahlen und wird in Deutschland nur unter gewissen Voraussetzungen von der Versicherung übernommen. Die App liefere dagegen innerhalb von Sekunden eine kostengünstige Risikoeinschätzung, betont Albin Skasa, CEO von medaia, dem Unternehmen hinter SkinScreener:
„Die App gibt eine Risikobewertung ab – dargestellt in einem einfachen Ampelsystem: grün für niedriges Risiko, gelb für mittleres, rot für hohes Risiko. Wichtig ist jedoch: Eine medizinische Diagnose ist den Ärzten vorbehalten.“ Laut Angaben der Entwickler kann der Großteil der untersuchten Hautveränderungen als unbedenklich eingestuft werden – für viele Nutzer bereits eine enorme Erleichterung.
Niederschwelliger Zugang zu Hautvorsorge
Der SkinScreener richtet sich somit gezielt an Privatpersonen, nicht an Fachärzte. Die App soll den ersten Schritt erleichtern, insbesondere für Menschen, die sich bislang nicht zur Hautvorsorge überwinden konnten. So meint Skasa weiter: „In einem Pilotprojekt in Portugal zeigte sich, dass solche digitalen Hilfsmittel tatsächlich dabei helfen können, die Hemmschwelle zu senken – sowohl zeitlich als auch finanziell. Hier kann ein niederschwelliger Einstieg in die Hautprävention geschaffen werden.“
Verfügbarkeit und Akzeptanz
Der SkinScreener ist bereits in elf Ländern verfügbar und sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store erhältlich. Das Besondere: SkinScreener ist ein zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa. Weiters verfügt die App über eine CE-Zertifizierung.
Und wie wird die App von der Ärzteschaft aufgenommen? „Viele Ärzte, die technisch interessiert sind, erkennen zunehmend den Nutzen von künstlicher Intelligenz im medizinischen Alltag und stehen Innovationen wie dem SkinScreener offen gegenüber“, so Skasa. „Bei älteren Medizinern beobachten wir teilweise noch eine gewisse Skepsis. Insgesamt lässt sich jedoch ein sehr positives Fazit ziehen: Die App wird als hilfreiches Tool zur Unterstützung wahrgenommen.“
Mit dem SkinScreener steht ein innovatives Werkzeug zur Verfügung, das Privatpersonen dabei hilft, Veränderungen der Haut unkompliziert, kostengünstig und schnell zu erkennen und das Risiko einer Erkrankung einzuschätzen. Die Kombination von medizinischem Wissen und künstlicher Intelligenz macht es möglich – und könnte in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Hautkrebsprävention leisten.
- Versorgung von Verletzungen
- Funktion: Hautveränderung scannen und Risikoeinschätzung erhalten
- Plattformen: iOS (Apple Store) & Android (Google Play Store)
- Kosten: 1 Scan gratis, danach ab 9,99 € für 3 Scans oder 39,99 € für ein monatliches Abo mit unlimitierten Scans
- Vorteile:
- schnell & einfach nutzbar
- rund um die Uhr verfügbar
- medizinisch zertifiziert und als Medizinprodukt zugelassen
Hinweis: Kein Ersatz für die ärztliche Untersuchung, aber ideal für die Früherkennung und die Einschätzung des Hautkrebsrisikos.