28. Feb 2019

Verstopfungen bei Kindern

Wie reagiert man richtig auf Verdauungsstörungen bei Kindern? Vielfach erzählen die Kleinen es nicht, wenn gar nichts mehr auf der Toilette geht, und die Gründe dafür sind zahlreich.

Vom Windelalter an ist die Beobachtung der Verdauung für Sie als Eltern eine wichtige Informationsquelle über das Wohlbefinden Ihres Kindes. Durchfall fällt Ihnen sofort auf und erscheint unmittelbar bedrohlich. Verstopfung wird logischerweise etwas später bemerkt, man muss sich aber darum genauso kümmern. Aber wie? Verstopfung ist eine funktionelle Störung des Darms, bei der Stuhl verzögert bzw. nicht vollständig abgegeben werden kann. Klein- und Schulkinder bekommen häufig Probleme mit der Darmentleerung, wenn der Toilettengang als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden wird. Sie reagieren dann mit dem Zurückhalten des Stuhls. Das kann physische und/ oder psychologische Ursachen haben. Sensible Kinder können beispielsweise mit Stuhlverhaltung reagieren, wenn sie sich zu stark beobachtet fühlen, z.B. im Kindergarten durch nicht absperrbare Türen. Häufiger dafür verantwortlich sind allerdings Ernährungsfehler wie ein Zuviel an Zucker oder zu geringe Zufuhr von Ballaststoffen (wie etwa Gemüse), zu wenig Flüssigkeit oder auch die Nahrungsumstellung auf feste Kost. Nach Studien der Universität Amsterdam kommt auch eine gestörte Darmflora der Eltern dafür infrage. Bewegungsmangel und Stress können ebenso zu Verstopfung führen.

Medizinisch abzuklärende Ursachen der Verstopfung

Seltener liegen der Verstopfung Krankheiten wie Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion oder angeborene Defekte zugrunde, die vom Arzt abgeklärt werden können. Medikamente wie Antidepressiva, Arzneimittel gegen Epilepsie, Asthma und Sodbrennen sowie Antidiabetika begünstigen eine Trägheit der Verdauung praktisch nur beim Erwachsenen. Aufmerksam sollten Eltern werden, wenn ihr Kind über längere Zeit nur sehr kleine Mengen an Stuhl absetzt oder wenn die Verstopfung die Dauer von 3 Tagen überschreitet. Ebenso, wenn sichBlut im Stuhl befindet und das Kind Schmerzen bei der Entleerung hat.  Wie regt man die träge Verdauung bei Kindern an? Natürlich, effizient und ohne Gewöhnungseffekt sind einerseits Probiotika und andererseits Fruchtextrakte aus der Papaya. Nützliche probiotische Bakterien senken den pH-Wert im Darm, indem sie Milchsäure produzieren und so die Nahrung besser aufschließen und weitertransportieren können. Zubereitungen aus der Papaya erhöhen die Aktivität der Enzyme im Darm und führen so zu häufigerem Stuhlgang und weicherer Beschaffenheit des Stuhls, wodurch Schmerzen verhindert werden. Neben diesen Ansätzen der integrativen Medizin erleichtern auch eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern Wasser pro Tag, Bauchmassagen, genügend Zeit auf der Toilette (Nie ein Kind beim Klogang hetzen!), ein regelmäßiger Tagesablauf, viel Bewegung sowie ballaststoffreiche Ernährung die Entleerung.

 
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