28. Mrz 2020

Anna Urbas

Mit der Kraft der Atmung schön, schlank und ausgeglichen werden

Wussten Sie, dass eine tiefe Atmung in den Bauch schön, schlank und zufrieden machen kann?Klingt sehr einfach und ist es auch!

Zellhunger nach Sauerstoff

Ihre Zellen haben “Hunger” auf drei Dinge: Energie in Form von ATP, Wasser und Sauerstoff. Fehlt einer der drei Bestandteile, verspüren Sie ein Hungergefühl. Sie kennen das bestimmt, dass Sie manchmal Durst mit Hunger verwechseln und ganz genauso verhält es sich mit Sauerstoffmangel. Ein paar tiefe Atemzüge wirken Wunder auf Ihr Hungergefühl!
Wenn Sie das nächste Mal Hunger verspüren, greifen Sie nicht gleich zum Essen, sondern nehmen Sie erstmal ganz bewusst zehn tiefe Atemzüge in den Bauch!

Sanftes Muskeltraining für die schlanke Mitte

Nicht nur durch ein falsches Hungersignal beeinflusst unsere Atmung die Figur: Beim flachen Atmen in den Brustkorb lässt das Kraftzentrum rund um die Taille locker. Weniger Grundspannung in der Bauchmuskulatur bedeutet auch weniger Alltagstraining: “Hallo Schwabbelbauch!”
Nehmen wir mal an, Sie machen drei Stunden Sport pro Woche. Das wären ca. 25min pro Tag. Da bleiben dann noch ca. 23,5 Stunden pro Tag übrig in denen der Bauch frei schwabbeln kann. Das ist enorm viel Zeit, die Sie ganz einfach und nebenbei für ein positives Körpergefühl nutzen können.

Die Formung Ihrer Figur ist nur einer der positiven Aspekte der tiefen Bauchatmung. Wesentlich wichtiger finde ich persönlich die positive Wirkung aufs Gemüt.

Anti-Stresstraining

Je gestresster wir sind, desto schneller und flacher atmen wir. Der Atem gelangt nur in den Brustkorb, baut dort Spannung auf, die Schultern ziehen sich zusammen, der Nacken verkrampft. Dass das so abläuft, dafür sind die Stresshormone Cortisol und Adrenalin verantwortlich. Stress ist ein Zeichen für den Körper, dass er sich in einer bedrohlichen Lage befindet. Um die Situation heil zu überstehen, versetzen uns die Stresshormone in einen Zustand hoher Anspannung – gespannt wie eine Feder.

In grauer Vorzeit war das lebensnotwendig für die Flucht vor Raubtieren. Bei dieser Flucht konnten wir die Stresshormone auch gleich wieder abbauen, um uns schließlich entspannt in unserer Höhle am Feuer zu wärmen. Tja, als Schreibtischtäterin wird die Sache schon schwieriger. In unserer modernen Welt sind wir am ehesten im Sitzen gestresst. Bewegung, um das auszugleichen, ist eher Mangelware.

Es funktioniert aber auch umgekehrt – mit Ihrer Atmung steuern Sie Ihre Stresshormone. Deshalb nennt sich die flache Atmung in den Brustkorb auch Panikatmung.

Die Kraft der Atmung zur Entspannung nutzen

Einfach schreiend davon zu rennen sieht im Büro sicher lustig aus, über die Alltagstauglichkeit lässt sich daher streiten.

Die bessere Möglichkeit, im Akutfall schnell Stresshormone abzubauen und den Körper wirklich tiefen zu entspannen, ist es, die Atmung zu verändern. Atmen Sie tief in Ihren Bauchraum hinein, sinkt der Stresspegel sofort. Die Schultern und der Nacken lassen locker, Spannungskopfschmerz lässt nach und Sie werden wieder ruhig und energiegeladen. Das beste daran – Sie können das auch im Büro und bei Besprechungen anwenden!

Versuchen Sie heute mal bewusst tief durchzuatmen!

Brust- oder Bauchatmung?

Sie können die folgende Screeningübung alleine oder mit einem Partner machen.
Halten Sie dafür eine Hand ganz, ganz locker an Ihre Brust und lege die andere Hand ganz sanft auf den Bauch. Atmen Sie nun bewusst normal, lassen Sie Ihren Atem fließen.
Wenn sich die Atmung eingependelt hat, nehmen Sie wahr, wo die Luft hin fließt.

Brustatmung: Der Atem weitet den Brustkorb, der Bauch bleibt, wie er ist.

Mischatmung: Der Brustkorb weitet sich, aber auch der Bauch bewegt sich etwas.

Bauchatmung: Der Brustkorb bewegt sich gar nicht. Die Luft strömt in den Bauch, beim Einatmen wird er etwas größer, beim Ausatmen wird er wieder klein.

Sie atmen in den Bauch? Gratulation! Sie atmen bis in die Spitzen Ihrer Lungenflügel. Sie versorgen all Ihre Zellen optimal mit Sauerstoff, verlangsamen Ihrenn Herzschlag und sind stressresistent.

Übung: Bauchatmen im Liegen

Egal, ob Sie bereits Bauch atmen, oder nicht, diese Übung werden Sie lieben! Nichts entspannt schneller und besser als im Liegen tief zu atmen.

Leg Sie sich flach auf den Bauch. Ihre Stirn ruht auf Ihren Handrücken. Bei jedem Einatmen wird der Bauch größer und drückt etwas gegen den Boden, beim Ausatmen wird der Bauch wieder klein. Nehmen Sie zehn bis 20 Atemzüge.

Übung: Bauchatmen im Sitzen

Nutzen Sie die Bauchatmung bewusst, wenn Sie in eine Stresssituation geraten. Diese Übung kann auch im Büro durchgeführt werden.

Setzen Sie sich bequem und aufrecht hin. Falls möglich, legen Sie Ihre Finger sanft auf den Bauch. Nehmen Sie nun mindestens zehn tiefe Atemzüge – bewusst nur in den Bauch. Spüren Sie, wie der Bauch beim Einatmen die Finger wegdrückt und wie sich der Bauch beim Ausatmen wieder zurückzieht.

Variante: Flankenatmung

Legen Sie Ihre Hände sanft auf die Hüfte und spannen Sie den Bauch leicht an. Atmen Sie nun bewusst tief ein und lassen Sie die Luft in die Flanken strömen. Beim Einatmen lösen sich die Hände leicht und beim Ausatmen liegen sie wieder an der Hüfte an.

Variante: Atmen in den unteren Rücken

Legen Sie Ihre Hände rechts und links an den Lendenwirbelsäule ab. Spannen Sie den Bauch noch ein kleines bisschen mehr an und atmen Sie tief. Sie lenken den Atem bewusst in den unteren Rücken und spüren, wie er sich sanft weitet.

Bauen Sie eine dieser Atemübungen in Ihre Morgen- oder Abendroutine ein! Sie werden spüren, wie gut Ihnen die tiefe Atmung tut.

 

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