05. Mai 2022

3-Monats-Koliken

In der Schwangerschaft treten Blähungen oder Verstopfung gehäuft auf. Außerdem werden 30 % der Neugeborenen von schmerzhaften 3-Monats-Koliken gequält, die für Eltern und Kinder eine wahre Belastungsprobe sind. Eine Studie untersuchte kürzlich, ob ein spezielles Multispezies-Synbiotikum diese Beschwerden bessern kann. Wie äußern sich 3-Monats-Koliken und wie unterscheiden sich diese Schmerzattacken von normalen Schreistunden? Außerdem: Was kann ich tun, um meinem Baby zu helfen?

Als 3-Monats-Koliken werden Blähungen bezeichnet, die bei Säuglingen in den ersten 14 Lebenswochen auftreten und intensive Schreiattacken auslösen. Eltern halten ihre Babys stundenlang im Arm, sind ratlos und möchten am liebsten mitweinen. Die schmerzgeplagten Kleinen lassen sich nur schwer beruhigen und brauchen Mamas und Papas ganze Geduld. Spezielle Bakterienstämme werden bereits seit längerem bei Schwangeren und bei Neugeborenen eingesetzt, um das Auftreten von Allergien zu reduzieren. Mehrere klinische Studien bestätigen einen signifikanten Schutz vor allergischen Erkrankungen, besonders dann, wenn die Darmbakterien vor und nach der Geburt des Babys eingenommen werden (Panduru, 2015). Ein speziell für diesen Zweck erforschtes Multispezies-Synbiotikum sorgt nachgewiesenermaßen bei Kindern mit einer erhöhten Neigung zu Allergien für ein vermindertes Auftreten von Neurodermitis (Niers, 2009). Der dafür verantwortliche Wirkmechanismus unterstützt die ausgeglichene Reifung von wichtigen Zellen (TH1- und TH2-Zellen) für unser Immunsystem.

Verdauungsprobleme in der Schwangerschaft und 3-Monats-Koliken

Um weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zu Einsatzmöglichkeiten von Multispezies-Synbiotika zu generieren, wurde am Landeskrankenhaus Feldbach-Fürstenfeld unter der Leitung von Prim. Univ.-Doz. Dr. Hannes Hofmann eine klinische Untersuchung durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie erhielten 148 Schwangere während der letzten 2 Schwangerschaftsmonate und deren Säuglinge in den ersten 4 Lebensmonaten das Synbiotikum (mit den humanstämmigen Bakterien Lactococcus lactis W58, Bifidobacterium lactis W52 und Bifidobacterium bifidum W23). Im Rahmen der Studie wurde untersucht, ob folgende Beschwerden durch die Einnahme des Synbiotikums verbessert werden:

  1. Häufigkeit von Verstopfung und Blähungen während der letzten beiden Schwangerschaftsmonate
  2. Auftreten von 3-Monats-Koliken bei Säuglingen in den ersten 4 LebensmonatenReduktion des Auftretens von 3-Monats-Koliken

In den Familien der Studienteilnehmer traten unterschiedliche Krankheitsbilder vermehrt auf: Von den Neugeborenen waren 61,9 % mit mindestens einer allergischen Erkrankung genetisch vorbelastet. Auch für Verdauungsstörungen war die Prävalenz mit 57,7 % ähnlich hoch, besonders häufig wurde eine Vorbelastung mit 3-Monats-Koliken (36,7 %), wiederkehrenden Durchfällen (13,5 %), (chronischer) Verstopfung (10,4 %) sowie Reizdarmsyndrom (8 %) angegeben. Die Wahrscheinlichkeit für 3-Monats-Koliken beträgt im Allgemeinen ca. 30 % (Ståhlberg, 1984) – genetische Vorbelastung erhöht diese jedoch. Auch der Geburtsmodus (Kaiserschnitt) hat einen wesentlichen Einfluss auf dieses Risiko (Dominguez-Bello et al., 2010): Kinder, die auf natürlichem Weg geboren werden, erhalten während des Geburtsvorgangs die Bakterien der Mutter übertragen. Bei einer Kaiserschnittgeburt hingegen fehlt diese bakterielle „Erstbesiedelung“ zum Großteil, dafür können sich Krankenhaus-Keime leichter im Neugeborenen ansiedeln.

Verstopfungen und Blähungen sind typische Schwangerschaftsbeschwerden

Unangenehme Blähungen treten am Ende der Schwangerschaft ebenfalls bei 40 % der werdenden Mütter auf (Rath, 2010). Auch diese Beschwerden konnten durch die Gabe des Synbiotikums deutlich reduziert werden: Kurz vor der Geburt des Kindes litten nur 5,3 % der Schwangeren, die das Probiotikum eingenommen hatten, an Blähungen.Frauen leiden am Ende der Schwangerschaft in bis zu 40 % der Fälle unter Verstopfung (Marshall et al., 2010), darunter versteht man laut Definition weniger als 3-maligen Stuhlgang pro Woche (Hasenöhrl, 2014). Von den untersuchten Schwangeren, die das Synbiotikum eingenommen hatten, wiesen am Ende der Schwangerschaft jedoch nur 2,4 % Verstopfung auf – das entspricht einer signifikanten Reduktion von 94 %.

3-Monats-Koliken bei Neugeborenen sind unter anderem durch Blähungen, Durchfall und insbesondere durch stark vermehrtes Schreien gekennzeichnet. Nach der bekanntesten Definition, der „Dreierregel“, spricht man von exzessivem Schreien, wenn das Kind mindestens 3 Stunden am Tag, 3 oder mehr Tage in der Woche und länger als 3 Wochen schreit. Die Schreidauer der Neugeborenen nahm durch die Gabe des 3-stämmigen Probiotikums deutlich ab im Vergleich zu jenen Kindern, die keine Unterstützung durch „gute“ Bakterien erhalten hatten. Von den untersuchten Kindern zeigten nur 4,9 % die Merkmale des exzessiven Schreiens (3-Monats-Kolik) – während üblicherweise ca. jedes dritte Kind (30 %) betroffen ist. Auch Kinder, die aufgrund der familiären Veranlagung eher zu 3-Monats-Koliken neigen, waren nicht häufiger von exzessivem Schreien bzw. Koliken betroffen.

Mittlerweile gibt es bereits Studien, die darüber hinaus zeigen, dass die Gabe von Pro- und Synbiotika sogar eine positive Auswirkung sowohl auf die körperliche als auch die geistige Entwicklung der Kinder haben kann. Diese aktuelle Studie zeigt ganz deutlich, dass speziell entwickelte Multispezies-Synbiotika werdenden Müttern in der Schwangerschaft bei Blähungen und Verstopfung und Säuglingen bei 3-Monats-Koliken und Verdauungsstörungen (Durchfall, Blähungen) Erleichterung verschaffen können: ein guter Start für Mutter und Kind.

3-Monats-Koliken erkennen

3-Monats-Koliken bereiten Babys wirklich starke Schmerzen. Sie müssen von den für Säuglinge typischen, aber harmlosen Schreistunden unterschieden werden, die normalerweise abends zwischen 17 und 20 Uhr einsetzen. Auch bei diesen lassen sich die Kinder nur schwer beruhigen, selbst Stillen und ein warmes Bad erzielen meist nur einen kurzen Effekt. Leidet das Baby jedoch unter echten 3-Monats-Koliken, ist deutlich erkennbar, dass es ihm nicht gut geht. Sein Kopf kann gerötet oder seine Gesichtshaut extrem blass sein, eventuell hat es sogar Schweißperlen zwischen den Augen und auf der Stirn. Der Bauch ist aufgebläht und hart – Mediziner bezeichnen diesen Zustand als Trommelbauch. Als „klassisch“ für Koliken gelten außerdem ruckartige Bewegungen, die sich mit Ruhephasen abwechseln und über den ganzen Tag verteilt auftreten.

3-Monats-Koliken bereiten Babys wirklich starke Schmerzen. Sie müssen von den für Säuglinge typischen, aber harmlosen Schreistunden unterschieden werden.

Was hilft bei 3-Monats-Koliken?

Was hilft bei 3-Monats-Koliken?

Bei richtigen 3-Monats-Koliken scheint nichts und niemand dem Baby Erleichterung zu verschaffen. Halten, gutes Zureden und Streicheln helfen nur wenig. Probieren Sie, den Säugling so zu halten, dass seine Bauchmuskulatur entspannt, z. B. über Ihre Schulter mit eher hängendem Kopf und frei beweglichen Beinen, der Rücken sollte rund sein. Der Fliegergriff ist auch eine bewährte Methode: Legen Sie Ihr Baby dafür in Bauchlage auf einen Ihrer Unterarme, stützen Sie den Kopf mit der Hand und halten Sie es eng an Ihren Körper. Zur Vorbeugung kann die Einhaltung regelmäßiger Stillzeiten beitragen, also alle drei Stunden eine Fütterung. Der Grund: Muttermilch braucht etwa diesen Zeitrahmen, bis sie gänzlich verdaut ist. Jeder frische Schluck, der zu dem nicht abgeschlossenen Gärungsprozess hinzukommt, kann Beschwerden auslösen. Auch die Atmosphäre beim Stillen ist sehr wichtig. Sorgen Sie für eine ruhige entspannte Umgebung, denn zu viel Stress führt zu einer unregelmäßigen Atmung beim Trinken und so zu einem vermehrten Schlucken von Luft. Fencheltee wird auch eine sehr gute Wirkung gegen Blähungen zugesagt.

Wenn Sie merken, dass Ihr Liebling schmerzen hat, dann versuchen Sie Ihr Kleines zu trösten. Vielen Baby’s hilft auch eine sanfte Bauchmassage. Die warmen Hände der Mutter oder auch eine Wärmeflasche, kann helfen, sich sich das Baby etwas beruhigt. Auch das Vermeiden von Speisen, die der Mutter Verdauungsprobleme bereiten, trägt zur Linderung von Babys Blähungen bei. Wenn Sie als stillende Mama selbst Blähungen bekommen, z. B. durch den Verzehr von Kuhmilch oder Produkten mit Hefe, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Neugeborene ähnlich darauf reagiert. Ganz nach dem Motto: Geht es Ihnen gut, geht es auch Ihrem Baby gut! Überdies kann die Einnahme spezieller Probiotika 3-Monats-Koliken vorbeugen, wie eine Studie kürzlich belegte.

Wie kommt die Luft in Babys Bäuchlein?

Im Zuge unserer Verdauung, produzieren die Bakterien, die im Darm leben, Gase. Das sind beispielsweise Methan, Kohlendioxid, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff. In kleinen Mengen sind diese für uns überhaupt nicht gefährlich. Im Schlimmsten Fall müssen sie einen großen Darmwind entweichen lassen und im Magen-Darm-Trakt ist wieder ein Gleichgewicht hergestellt. Bei Baby’s ist das aber komplizierter. Der Bauch eines Säuglings ist noch unreif und muss sich immer wieder umstellen. Zuerst die Versorgung über die Nabelschnur zum Verdauen, dann Muttermilch oder Säuglingsnahrung und dann kommt schon die feste Nahrung. Das kann die Darmbakterien im Bauch etwas überfordern und sie bilden mehr Gase als normal. Dadurch entstehen auch die typischen Symptome wie Grummeln, Zwicken und Rumoren. In den ersten drei bis fünf Monaten sind Blähungen aufgrund des unreifen Bäuchleins keine Seltenheit.

Das Darmmikrobiom Ihres Baby’s

Die Besiedelung des Darms mit den richtigen Bakterien spielt natürlich auch für die Verdauung und Nährstoffaufnahme des Kindes eine zentrale Rolle. So zeigen klinische Untersuchungen, dass Babys Bäuchlein durch die richtigen probiotischen Bakterien wichtige Unterstützung erfährt: Rund jedes dritte Kind leidet an den so genannten 3-Monats-Koliken, die nicht nur für das Neugeborene schmerzhaft und anstrengend, sondern belastet auch die Nerven der Eltern massiv. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass durch die Zufuhr spezieller probiotischer Bakterien bei über 82% der Babys eine deutliche Besserung der kindlichen Koliken erzielt werden konnte. Die Verdauung der werdenden Mutter wird während der Schwangerschaft ebenfalls auf den Kopf gestellt: Durch hormonelle Veränderungen und die zunehmende Größe des Kindes treten häufig Beschwerden wie Sodbrennen, Verstopfung, Blähungen oder Gastritis auf, welche die Freuden der Schwangerschaft trüben. Mit sanfter Hilfe aus der Natur, z. B. aus der Papaya-Frucht oder einer kombinierten Zubereitung aus Hafer und Papaya, wird Mamas Verdauung sanft reguliert.


 

Powerfrucht Papaya bei VerdauungsbeschwerdenSanfte Hilfe aus der Natur

Powerfrucht Papaya

Die basische Tropenfrucht ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Darüber hinaus enthält sie unter anderem das Enzym Papain, welches dieselbe Wirkungsweise wie Pepsin, ein wichtiges Verdauungsenzym des Magens, aufweist. Aufgrund ihres geringen Säuregehalts ist sie ausgezeichnet verträglich.

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Christina Weissbacher - Influencerin & frisch gebackene MamaEin Multi-Spezies Probiotikum von OMNi-BiOTiC®: Mein ‚must-have‘ während der Schwangerschaft und seit Geburt meiner Tochter ihr täglicher, treuer Begleiter. – Christina Weissbacher, Influencerin & frisch gebackene Mama

 
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