05. Mai 2022

3-Monats-Koliken

30 % der Neugeborenen werden von schmerzhaften 3-Monats-Koliken gequält, die für Eltern und Kinder eine wahre Belastungsprobe sind. Wie äußern sich Regulationsstörungen und wie unterscheiden sich diese Schmerzattacken von normalen Schreistunden? Und: Was kann ich tun, um meinem Baby zu helfen? Außerdem: Studienergebnisse zur Wirkung von Multispezies-Probiotika bei Regulationsstörungen

3-Monats-Koliken werden in der Medizin inzwischen als Regulationsstörungen bezeichnet. Diese beginnen meist um die zweite Lebenswoche, erreichen ihren Höhepunkt um die sechste Woche und klingen gegen Ende des dritten Lebensmonats ab. Sie können in manchen Fällen allerdings auch das erste halbe Lebensjahr bestehen bleiben.

Regulationsstörungen erkennen

Regulationsstörungen bei Neugeborenen sind unter anderem durch vermehrtes Schreien gekennzeichnet. Nicht selten dauern diese Schreiphasen mehr als 30 Minuten ohne Pause und können sich auf insgesamt mehr als 3 Stunden am Tag belaufen. Dies ist jedoch von Baby zu Baby sehr unterschiedlich. Generell sind die Kleinen sehr unruhig und lassen sich kaum bis gar nicht beruhigen. Während man früher davon ausging, dass die Bauschmerzen der alleinige Grund für den aufgeblähten Bauch der Babys sei, so ist die Luft im Bauch oftmals eine Folge, aber nicht die Ursache des Schreiens. Dies ist auch der Grund, warum die Mediziner inzwischen von Regulationsstörungen und nicht mehr von 3-Monats-Koliken sprechen.

Wieso leiden Babys vermehrt unter Blähungen?

Im Zuge unserer Verdauung, produzieren die Bakterien, die im Darm leben, Gase. Das sind beispielsweise Methan, Kohlendioxid, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff. In kleinen Mengen sind diese für uns überhaupt nicht gefährlich. Im schlimmsten Fall müssen Sie einen großen Darmwind entweichen lassen und im Magen-Darm-Trakt ist wieder ein Gleichgewicht hergestellt. Bei Babys ist das aber komplizierter. Das Darmmikrobiom eines Säuglings ist noch unreif und muss sich immer wieder umstellen. Zuerst die Versorgung über die Nabelschnur zum Verdauen, dann Muttermilch oder Säuglingsnahrung und dann kommt schon die feste Nahrung. Das kann die Darmbakterien im Bauch etwas überfordern und sie bilden mehr Gase als normal. Dadurch entstehen auch die typischen Symptome wie Grummeln, Zwicken und Rumoren. In den ersten drei bis fünf Monaten sind Blähungen aufgrund des unreifen Bäuchleins keine Seltenheit.

Was hilft bei Regulationsstörungen?

Bei richtigen Regulationsstörungen scheint nichts und niemand dem Baby Erleichterung zu verschaffen. Halten, gutes Zureden und Streicheln helfen nur wenig. Generell gilt, dass eine Abklärung mit dem Arzt sinnvoll ist, um die genaue Ursache festzustellen. Darüber hinaus ist ein geregelter Tagesablauf essenziell, das bedeutet, regelmäßige Stillzeiten, am besten in einer entspannten Atmosphäre, sodass das Baby eine regelmäßige Atmung während dem Trinken hat und nicht vermehrt Luft schluckt.

Auch ein Wechsel der Still- oder Fütterposition kann einen Effekt haben. Körperkontakt wirkt sich ebenfalls häufig beruhigend auf die Kleinen aus. Vielen Babys hilft eine sanfte Bauchmassage. Darüber hinaus können entblähende Pflanzenstoffe wie Fenchel, Anis oder Kümmel nützlich sein. So wird beispielsweise dem Fencheltee eine sehr gute Wirkung gegen Blähungen zugesagt.

Überdies kann man den kindlichen Darm mit speziellen, hochwirksamen Probiotika unterstützen. Eine Studie, bei welcher die Säuglinge in den ersten 4 Lebensmonaten ein Probiotikum erhielten, zeigt, dass die Schreidauer bei Neugeborenen deutlich abnahm. Von den untersuchten Kindern zeigten nur 4,9% die Merkmale des exzessiven Schreiens (Regulationsstörungen) – während üblicherweise ca. jedes dritte Kind betroffen ist. Sogar Kinder, die aufgrund der familiären Veranlagung eher zu Regulationsstörungen neigen, waren nicht häufiger von exzessivem Schreien bzw. Koliken betroffen (Hofmann, 2018).

Auch das Vermeiden von Speisen, die der Mutter Verdauungsprobleme bereiten, trägt zur Linderung von Babys Blähungen bei. Wenn Sie als stillende Mama selbst Blähungen bekommen, z. B. durch den Verzehr von Kuhmilch oder Produkten mit Hefe, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Neugeborene ähnlich darauf reagiert. Ganz nach dem Motto: Geht es Ihnen gut, geht es auch Ihrem Baby gut!

Quelle der Studie:

Hofmann, H., (2018). Das Mikrobiom bei Verdauungsbeschwerden in der Schwangerschaft und Säuglingskoliken. Speculum – Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2018; 36 (4) (Ausgabe für Österreich), 23-24


 

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