Darmreinigung oder Darmsanierung – was ist der Unterschied?
Eine Darmsanierung ist kein neuer Trend. Sie gehört zu den ältesten Methoden, um die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen. Die Ursachen einer gestörten Darmmikrobiota sind vielseitig. Jedoch machen der Lebensstil und die Ernährung den größten Teil aus.
In der integrativen Medizin werden die Begriffe Darmeinigung und Darmsanierung als Synonyme verwendet. Betrachtet man die beiden Begriffe jedoch etwas genauer, dann werden diese folgendermaßen unterteilt: Bei einer Darmreinigung wird von einer gesamten Entleerung des Darms gesprochen, meistens mit einem Einlauf oder Abführmittel. Außerdem wird gesagt, dass die Darmreinigung ein Teil der Darmsanierung ist.
Eine Darmsanierung ist im Gegensatz dazu ein größeres Projekt, das sehr oft im Anschluss an eine Darmreinigung stattfindet, um den Wiederaufbau der Darmflora zu unterstützen. Die Darmsanierung hat nicht nur einen positiven Einfluss auf den Darm, sondern viele berichten von einer Verbesserung des Hautbildes und einer Steigerung der Lebensenergie.
Die wichtigsten Schritte für eine Darmsanierung sind: Reinigen – Entsäuern – Aufbauen.
Wie lange dauert eine Darmsanierung?
Die Dauer einer Darmsanierung wird meistens mit 3 Monaten beschrieben. Es gibt natürlich auch kürzere Kuren, wie beispielsweise 10 Tage oder 4 Wochen. Am besten hören Sie dabei auf Ihren Körper. Er signalisiert Ihnen meist, wie lange Ihre Darmsanierung dauern sollte.
Darmsanierung: Warum ist sie so wichtig für Ihre (Darm-)Gesundheit?
Leiden Sie unter Blähungen/Blähbauch, Verstopfung oder häufigen Bauchschmerzen? Das sind alles erste Anzeichen, dass etwas mit Ihrer Darmflora nicht stimmt. Anfangs sind die Beschwerden harmlos, aber was langsam anfängt, kann später zu einem Reizdarmsyndrom werden oder sogar zu Hautkrankheiten oder sogar Allergien führen.
Warum ist meine Darmflora überhaupt gestört? Die Ernährung spielt hier eine große Rolle. Zu viel Zucker, Alkohol und schlechte Fette sind unter anderem Hauptgründe dafür. Zusätzlich können ein hektischer Alltag mit wenig Ruhephasen, Rauchen und Medikamente schuld sein. Oft ist auch unsere Mahlzeitenfrequenz ein Problem. Wir essen viel häufiger und mehr als früher. Es gibt heutzutage überall die Möglichkeit, sich Essen zu holen. und somit hat unser Verdauungstrakt nie eine Pause.
Brauche ich eine Darmsanierung? Diese Anzeichen sprechen dafür!
Eine der häufigsten Fragen ist, ab wann eine Darmsanierung Sinn macht. Es gibt nur wenige Gründe, die gegen einen Darmsanierung sprechen. Mit dieser Checkliste können Sie sich selbst überzeugen, ob Sie einen Putz von innen heraus starten möchten:
- Leiden Sie an unreiner, fahler und müder Haut? Oder an sprödem und glanzlosem Haar?
- Fühlen Sie sich schlapp, energielos und dauermüde?
- Leiden Sie öfters unter Verdauungsproblemen wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen?
- Mussten Sie in der Vergangenheit immer wieder Antibiotika nehmen?
- Sind sie anfällig auf wiederkehrende Pilzinfektionen?
- Möchten Sie einem gesünderen Lebensstil nachgehen?
- Wurde bei Ihnen eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert?
- Leiden Sie an Rheuma oder Gelenksbeschwerden?
- Sind Sie manchmal depressiv, grundlos traurig oder ängstlich?
- Sind Sie derzeit in den Wechseljahren und möchten Sie Ihre Beschwerden lindern?
Diese und viele weitere Gründe sprechen für eine Darmsanierung. Denn der Darm ist das Bindeglied zu allen Organen – er ist der Motor unseres Körpers. Sein Zustand wirkt sich auf alle Prozesse aus und hat somit einen großen Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden.