13. Mai 2020

Heidrun Valencak-Hösel

Schwungvoll durch den Frühling

Endlich wieder Frühling! Nach den kalten, dunklen Wintermonaten freut sich der Mensch über Wärme, Sonne und das Erwachen von Flora und Fauna. Mit vollem Elan startet die Natur wieder durch, und auch für viele Menschen symbolisiert das Frühjahr die Zeit für einen Neustart. Damit dieser optimal gelingt, gilt es, unnötigen Ballast abzuwerfen und dem Körper genügend Unterstützung und Schwung zukommen zu lassen.

Die Gesunderhaltung des Darms und insbesondere des Mikrobioms hat für ein starkes Immunsystem eine entscheidende Bedeutung.

Die schlechte Nachricht zuerst: Wer seinem Leben eine andere Richtung geben will, wird nicht umhinkommen, seine persönliche Komfortzone zu verlassen. Das kann vorübergehend etwas herausfordernd sein, vor allem, wenn man vom inneren „Schweinehund“ an die Bequemlichkeiten der alten Gewohnheiten erinnert wird. Allerdings sind wir durchaus lernfähig, auch was neue Tätigkeiten angeht: Eine Studie des University College London hat herausgefunden, dass es im Durchschnitt 66 Tage dauert, bis man ein neues Verhalten automatisiert hat.

Mit einem gesunden Darm in den Frühling

Einen idealen Startschuss für die Umsetzung guter Vorsätze stellt die Fastenzeit dar: Viele nehmen sie zum Anlass, bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Fleisch oder Alkohol für 40 Tage vom Speiseplan zu streichen. Dieser bewusste Verzicht hat gleich mehrere positive Auswirkungen. Einen Vorsatz einzuhalten und ein gestecktes Ziel zu erreichen, macht uns stolz und glücklich, und neben der Seele profitiert der Körper von weniger Zucker und Co und kann so „Ballast“ loswerden. Denn nicht nur in vielen Haushalten bildet der traditionelle Frühjahrsputz nach den trüben Wintertagen den „richtigen“ Auftakt zu einem neuen Jahr, immer häufiger unterstützt man auch den Körper mit einer „Frühjahrskur“: Ähnlich wie bei der Reinigung der eigenen vier Wände wird der Körper von Säuren und Schlacken befreit.

Die Übersäuerung des Organismus, die nicht selten aus den süßen, alkoholischen und fleischlastigen Versuchungen von Weihnachten, Neujahr und der Faschingszeit resultiert, zeigt sich in Form von chronischer Müdigkeit, unreiner, pickeliger Haut und Cellulite, Kopfschmerzen oder Verdauungsproblemen wie Blähungen. Letztere entstehen auch durch alte, gärende Nahrungsmittelreste, die sich insbesondere über die Feiertage im Darm angesammelt haben: Denn Zucker, Weißmehl und Co fördern das Wachstum von Fäulnisbakterien, gleichzeitig werden nützliche Darmbakterien verdrängt bzw. sterben sie durch eine Unterversorgung mit Ballaststoffen oder die Einnahme von Medikamenten (z. B. Antibiotika) ab. Der Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts mit basischen Lebensmitteln oder pflanzlicher Unterstützung sowie die gezielte Reinigung und Pflege des Darms verleihen Ihnen neuen Elan für einen schwungvollen Start in den Frühling.

Die richtige Ernährung für unseren Darm

Am Vorsatz einer gesünderen Ernährung können viele besonders schwer festhalten, denn häufig findet man im gewohnten Alltag keine Zeit für die augenscheinlich aufwändige Zubereitung von frischen, farbenfrohen Gerichten – das flüstert unser „Schweinehund“ uns zumindest als passende Ausrede zu, wenn bei knurrendem Magen die Hand in der Schoko-Lade verschwindet. Doch eine gesunde und vor allem darmfreundliche Ernährung lässt sich mit ein wenig Planung und Vorbereitung leicht bewerkstelligen und schnell zur guten Gewohnheit machen:„Meal-Prep“ heißt der aktuelle Trend, der nichts anderes bezeichnet als das bekannte Vorkochen bzw. eine Vorbereitung des Essens für die kommenden Tage. Das gelingt mit ein paar einfachen Tipps – und die Gesundheit der gesamten Familie profitiert von selbst zubereiteten Mahlzeiten mit hochwertigen Zutaten:

Überfordern Sie sich nicht – bereiten Sie die Mahlzeiten zunächst nur für zwei bis drei Tage in der Woche vor oder greifen Sie zu einem vorbereiteten Frühstück, wenn Ihr Morgen üblicherweise hektisch abläuft. Planen Sie die Vorbereitung Ihres Essens – was möchten Sie kochen, für wie viele Tage, welche Lebensmittel benötigen Sie dafür? Nutzen Sie für Ihre Besorgungen eine Einkaufsliste und nehmen Sie sich Zeit zum Kochen, z. B. an einem Sonntag. Wenn die Vorbereitung besonders großzügig ausfällt und für mehr als drei Tage ausreicht, frieren Sie Mahlzeiten ein, um deren Haltbarkeit sicherzustellen.

Eine starke Darmflora gegen Heuschnupfen

Die wärmeren Temperaturen und die längeren Tage nutzen viele Menschen für Bewegung im Freien und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit ihres Körpers: Dabei muss es nicht immer eine schweißtreibende Sporteinheit sein, auch ein Spaziergang im Wald oder die Bewältigung von Alltagswegen mit dem Fahrrad bildet einen wertvollen Ausgleich zu einem Beruf, der überwiegend im Sitzen und in geschlossenen Räumen ausgeübt wird. Gerade in der Übergangszeit vom Winter zum Frühling ist der Griff zum Taschentuch jedoch häufig, und das kann mehrere Gründe haben: Die kräftigen Sonnenstrahlen bringen uns schnell zum Schwitzen, doch der noch kalte Wind kühlt den Körper rasch ab. Kommt hinzu, dass man mit zu leichter Kleidung unterwegs ist, können diese Temperaturschwankungen rasch zu einer Erkältung führen.

Ein anderer Grund für juckende Nasen sind früh blühende Sträucher wie Hasel und Erle, deren Pollen je nach Witterung bereits in den ersten Februartagen durch die Luft gewirbelt werden können und den Start der Allergiesaison einläuten. In beiden Fällen spielt ein angeschlagenes Immunsystem eine Rolle – und dieses steht wiederum in enger Verbindung mit dem Darm, denn hier sind über zwei Drittel der körpereigenen Immunzellen angesiedelt. Die Gesunderhaltung des Darms und insbesondere des Mikrobioms hat für ein starkes Immunsystem eine entscheidende Bedeutung: Denn die Darmflora ist für die Abwehr von Krankheitserregern und die Beseitigung von Fremdsubstanzen zuständig und dient den Zellen unseres Immunsystems sogar als lebenslanger Trainingspartner. Studien belegen außerdem, dass eine erhöhte Vielfalt der Darmflora (erhöhte mikrobielle Diversität) mit einem geringeren Risiko allergischer Erkrankungen korreliert. Deshalb: Bringen Sie nicht nur sich, sondern auch Ihre Darmflora in Schwung – mit der richtigen Ernährung und hochwertigen Probiotika. Beste Beratung erhalten Sie in der Apotheke Ihres Vertrauens.

 

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