11. Apr 2019

Emanuel Munkhambwa

Sportlich aktiv trotz Allergie

Die Natur blüht auf, die Nase juckt und läuft, die Augen brennen und Abgeschlagenheit dominiert den Tag – dieses Schicksal ereilt Allergiker jedes Jahr im Frühling. Sich drinnen zu verstecken und auf Sport zu verzichten ist allerdings keine Lösung. Erfahren Sie, wie Sie trotzdem fit bleiben und auch Kissenschlachten mit der Frühjahrsmüdigkeit vermeiden können. 

Die ersten Frühblüher wie Erle, Hasel, Platane, Esche und Birke sowie einige Getreide und Gräser machen vielen Menschen im Frühling zu schaffen. Sie leiden unter Symptomen wie Fließschnupfen und Niesreiz oder auch unter trockener Nase, Schwellungen und Rötungen, insbesondere der Schleimhäute, Kribbeln, brennenden und tränenden Augen, Juckreiz, Husten, Asthmaanfällen und unter unspezifischen Symptomen wie z. B. Kopfschmerz, Abgeschlagenheit und Durchfall. Diese können in ihrer Intensität individuell von leicht bis schwer variieren. Aber auch hinsichtlich des Geschlechts gibt es Unterschiede: Mehr als ein Drittel der Frauen leiden an Allergien, bei Männern ist es nur knapp ein Viertel. In frühen Jahren sind Jungen öfter und stärker davon betroffen, mit der Geschlechtsreife ziehen die Mädchen nach.

Die Pollensaison ist eröffnet!

Bei Allergien handelt es sich um „Ganzkörpererkrankungen“: Der Beginn der Pollensaison ist bereits im Blutbild von Allergikern sichtbar: Die Anzahl der roten Blutkörperchen sinkt, jene der weißen steigt. Dass im Blut dann weniger Sauerstoff transportiert werden kann, erklärt auch den Leistungsknick, den etliche Allergiker während der Pollensaison verspüren. Viele Menschen akzeptieren, dass es ihnen zu dieser Zeit schlecht geht. Doch ist es auf Dauer kontraproduktiv, das Problem zu ignorieren bzw. die Beschwerden lediglich symptomatisch mit antiallergischen Medikamenten zu behandeln, denn das Immunsystem schaukelt sich immer mehr hoch, je länger man zuwartet. Allergiker müssen insbesondere darauf achten, dass es zu keinem Etagenwechsel kommt. Gemeint ist damit, dass nicht nur die oberen Atemwege in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern auch die unteren, also die Lunge. Folglich kann eine unbehandelte allergische Rhinitis in ein Asthma bronchiale übergehen. Abhilfe kann langfristig eine Allergenimmuntherapie schaffen, die z. B. entweder als vierteljährliche Injektion oder täglich als Tablette verabreicht wird. Auch eine probiotische Behandlung, welche die Darmschleimhaut schützt und damit das Darmimmunsystem stärkt, kann helfen. Ist nämlich die Darmschleimhaut angegriffen, können Allergene diese Barriere passieren. Eine intakte Darmschleimhaut wehrt jedoch Eindringlinge über den Antikörper slgA ab.

Tipp: Falls sich die Allergie verschlimmert, suchen Sie bitte rasch Ihren Arzt auf!

Trotz Allergie nicht auf Sport verzichten

Wenn Allergiesymptome das Leben vermiesen, dann auch deshalb, weil Sport in der freien Natur bei angenehm frühlingshaftem Wetter schier unmöglich erscheint. Trotzdem sollte nicht auf Sport verzichtet werden, da er die Atemmuskulatur und die körperliche Belastbarkeit stärkt, die Koordinationsfähigkeit verbessert sowie die Körperspannung und folglich die positive Selbstwahrnehmung fördert. Hat man die Allergie gut im Griff, kann fast jede Sportart ausgeübt werden, sofern sie auf die aktuelle Pollen- und Wettersituation abgestimmt ist. Bei einer hohen Pollenbelastung und einem ausgeprägten Beschwerdebild sollte jedoch auf Outdoor-Aktivitäten verzichtet werden.

Tipp: Auf www.pollenwarndienst.at (Österreich), auf www.dwd.de/pollenflug (Deutschland) und auf www.pollenundallergie.ch (Schweiz) erfahren Sie, welche Pflanzen in Ihrer Region gerade blühen. Übrigens ist nach einem Regenschauer die Pollenbelastung niedriger.

Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen

Abgeschlagenheit und Müdigkeit im Frühjahr betreffen nicht nur Allergiker. Oftmals steckt ein Vitamin-D-Mangel dahinter, der sich über die langen sonnenarmen Wintermonate schleichend entwickelt. Die gute Nachricht: Mit einer Substitution durch Vitamin D3 lässt sich das Problem leicht beheben. Kombiniert mit Magnesium, kann der Körper das Sonnenvitamin optimal verwerten. Auf natürliche Weise kann die Vitamin-D-Produktion durch Aufenthalte in der Sonne angekurbelt werden, idealerweise kombiniert mit Bewegung, um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen. Auch Fisch – vor allem Hering und Lachs – enthält viel Vitamin D3 und sollte deshalb auf einem ausgewogenen Speiseplan nicht fehlen.

Tipp: Schlagen Sie dem inneren Schweinehund ein Schnippchen! Bewegung im Freien, viel Flüssigkeit, die altbewährte Wechseldusche, kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten anstelle von einem schweren Mittagessen sowie Freunde treffen statt eines Nachmittagsschläfchens sind Maßnahmen, welche der Abgeschlagenheit vorbeugen.

 

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