15. Mai 2020

Dr.med.scient. Verena Stiegelbauer, MSc. BSc.

Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Menopause

Die Wechseljahre beschreiben die Zeit der hormonellen Umstellung einer Frau rund um das 50. Lebensjahr, wobei die Prämenopause in etwa zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr beginnt und die erste Phase der hormonellen Veränderung beschreibt. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken beginnt abzunehmen und erste Zyklusunregelmäßigkeiten stellen sich ein.

Die Phasen der Menopause

Auf die Prämenopause folgt die Perimenopause – eine Phase, die im Alter von ca. 50 Jahren auftritt und mit dem vollkommenen Ausbleiben der Regelblutung einhergeht. Dieser Zeitpunkt wird auch als Menopause beschrieben und lässt sich oft erst rückwirkend zeitlich genau festlegen. In diesem Zeitfenster können durch die verminderte Produktion von Östrogenen, Androgenen und Gelbkörperhormonen spürbare seelische und körperliche Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Libidoverlust oder trockene Schleimhäute auftreten.

Die Postmenopause beschreibt die letzte Phase der Wechseljahre, welche genau 1 Jahr nach der letzten Periode beginnt. Der Körper stellt sich auf die neue hormonelle Situation ein und die Beschwerden werden weniger. Das Ende der Postmenopause ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich und hängt sowohl vom Hormonstatus als auch von den Beschwerden ab.

Darmflora und MenopauseDarmflora und Menopause

Doch nicht nur die Eierstöcke, sondern auch unsere Darmflora scheinen neuesten Forschungsergebnissen zu Folge einen Einfluss auf die Produktion weiblicher Sexualhormone und umgekehrt zu haben.

Die Zusammensetzung der Darmbakterien hängt stark von Umwelteinflüssen, Ernährung, Stress, der Einnahme von Antibiotika und Hormonen ab. So weist die Darmflora speziell in Lebensabschnitten mit der meisten Dynamik (Kindheit, Pubertät, Alterungsprozess) die höchste Instabilität auf. Neben Östrogen nimmt auch die Menge an Progesteron in der Menopause ab. Der verminderte Progesteronspiegel wirkt sich direkt auf die Darmbarrierefunktion aus und beeinträchtigt diese negativ. Zudem konnten Studien zeigen, dass es in der Postmenopause zu einem erhöhten Firmicutes-Bacteroidetes-Verhältnis kommt. Diese Beobachtungen decken sich mit dem zunehmendem Body-Mass-Index vieler Frauen in diesem Lebensabschnitt.

Eine weitere Veränderung des Darmmikrobioms, die sich im Laufe der Wechseljahre zeigt, ist die verminderte Produktion kurzkettiger Fettsäuren, die an der Regulation des Appetits und Energiestoffwechsels beteiligt ist. Somit stehen einige wesentliche Symptome der Menopause im Zusammenhang mit einem bakteriellen Ungleichgewicht im Darm.

Zusammenhang von Scheidenflora und Menopause

Doch nicht nur unsere Darmbakterien, sondern auch die bakterielle Zusammensetzung in der Vaginalflora verändert sich im Laufe des Lebens. Prämenopausal ist die gesunde Vaginalflora hauptsächlich von Laktobazillen besiedelt. Nach Einsetzen der Menopause und dem Absinken des Östrogenlevels, steigt der pH-Wert leicht an. Ebenso beeinflusst durch das niedrige Östrogenlevel, sinkt zugleich auch die Menge an Glykogen, was sich wiederum negativ auf das Wachstum von Laktobazillen auswirkt. Eine Dysbiose der vaginalen Flora und ein vermehrtes Auftreten von Proteobacteria, Streptococcus und Anerococcus sind die Folge. Durch die Einnahme eines speziell aus Laktobazillen bestehenden Probiotikums können wichtige, natürlich in der Vaginalflora vorkommende Laktobazillen in die Vagina einwandern und für eine ausgeglichene Vaginalflora sorgen. Wenn Sie mehr über den Zusammenhang von Hormonen und Darm erfahren möchten, können Sie sich hier weiter informieren.

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