28. Mai 2021

Verdauungsprobleme in der Schwangerschaft und 3-Monats-Koliken

In der Schwangerschaft treten Blähungen oder Verstopfung gehäuft auf. Außerdem werden 30 % der Neugeborenen von schmerzhaften 3-Monats-Koliken gequält, die für Eltern und Kinder eine wahre Belastungsprobe sind. Eine Studie untersuchte kürzlich, ob ein spezielles Multispezies-Synbiotikum diese Beschwerden bessern kann.

Spezielle Bakterienstämme werden bereits seit längerem bei Schwangeren und bei Neugeborenen eingesetzt, um das Auftreten von Allergien zu reduzieren. Mehrere klinische Studien bestätigen einen signifikanten Schutz vor allergischen Erkrankungen, besonders dann, wenn die Darmbakterien vor und nach der Geburt des Babys eingenommen werden (Panduru, 2015). Ein speziell für diesen Zweck erforschtes Multispezies-Synbiotikum sorgt nachgewiesenermaßen bei Kindern mit einer erhöhten Neigung zu Allergien für ein vermindertes Auftreten von Neurodermitis (Niers, 2009). Der dafür verantwortliche Wirkmechanismus unterstützt die ausgeglichene Reifung von wichtigen Zellen (TH1- und TH2-Zellen) für unser Immunsystem.

Verdauungsstörungen und 3-Monats-Koliken

Um weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zu Einsatzmöglichkeiten von Multispezies-Synbiotika zu generieren, wurde am Landeskrankenhaus Feldbach-Fürstenfeld unter der Leitung von Prim. Univ.-Doz. Dr. Hannes Hofmann eine klinische Untersuchung durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie erhielten 148 Schwangere während der letzten 2 Schwangerschaftsmonate und deren Säuglinge in den ersten 4 Lebensmonaten das Synbiotikum (mit den humanstämmigen Bakterien Lactococcus lactis W58, Bifidobacterium lactis W52 und Bifidobacterium bifidum W23). Im Rahmen der Studie wurde untersucht, ob folgende Beschwerden durch die Einnahme des Synbiotikums verbessert werden:

  1. Häufigkeit von Verstopfung und Blähungen während der letzten beiden Schwangerschaftsmonate
  2. Auftreten von 3-Monats-Koliken bei Säuglingen in den ersten 4 Lebensmonaten

In den Familien der Studienteilnehmer traten unterschiedliche Krankheitsbilder vermehrt auf: Von den Neugeborenen waren 61,9 % mit mindestens einer allergischen Erkrankung genetisch vorbelastet. Auch für Verdauungsstörungen war die Prävalenz mit 57,7 % ähnlich hoch, besonders häufig wurde eine Vorbelastung mit 3-Monats-Koliken (36,7 %), wiederkehrenden Durchfällen (13,5 %), (chronischer) Verstopfung (10,4 %) sowie Reizdarmsyndrom (8 %) angegeben. Die Wahrscheinlichkeit für 3-Monats-Koliken beträgt im Allgemeinen ca. 30 % (Ståhlberg, 1984) – genetische Vorbelastung erhöht diese jedoch. Auch der Geburtsmodus (Kaiserschnitt) hat einen wesentlichen Einfluss auf dieses Risiko (Dominguez-Bello et al., 2010): Kinder, die auf natürlichem Weg geboren werden, erhalten während des Geburtsvorgangs die Bakterien der Mutter übertragen. Bei einer Kaiserschnittgeburt hingegen fehlt diese bakterielle „Erstbesiedelung“ zum Großteil, dafür können sich Krankenhaus-Keime leichter im Neugeborenen ansiedeln.

Verstopfungen in der Schwangerschaft

Frauen leiden am Ende der Schwangerschaft in bis zu 40 % der Fälle unter Verstopfung (Marshall et al., 2010), darunter versteht man laut Definition weniger als 3-maligen Stuhlgang pro Woche (Hasenöhrl, 2014). Von den untersuchten Schwangeren, die das Synbiotikum eingenommen hatten, wiesen am Ende der Schwangerschaft jedoch nur 2,4 % Verstopfung auf – das entspricht einer signifikanten Reduktion von 94 %.

Unangenehme Blähungen treten am Ende der Schwangerschaft ebenfalls bei 40 % der werdenden Mütter auf (Rath, 2010). Auch diese Beschwerden konnten durch die Gabe des Synbiotikums deutlich reduziert werden: Kurz vor der Geburt des Kindes litten nur 5,3 % der Schwangeren, die das Probiotikum eingenommen hatten, an Blähungen.

3-Monats-Koliken bei Neugeborenen sind unter anderem durch Blähungen, Durchfall und insbesondere durch stark vermehrtes Schreien gekennzeichnet. Nach der bekanntesten Definition, der „Dreierregel“, spricht man von exzessivem Schreien, wenn das Kind mindestens 3 Stunden am Tag, 3 oder mehr Tage in der Woche und länger als 3 Wochen schreit. Die Schreidauer der Neugeborenen nahm durch die Gabe des 3-stämmigen Probiotikums deutlich ab im Vergleich zu jenen Kindern, die keine Unterstützung durch „gute“ Bakterien erhalten hatten. Von den untersuchten Kindern zeigten nur 4,9 % die Merkmale des exzessiven Schreiens (3-Monats-Kolik) – während üblicherweise ca. jedes dritte Kind (30 %) betroffen ist. Auch Kinder, die aufgrund der familiären Veranlagung eher zu 3-Monats-Koliken neigen, waren nicht häufiger von exzessivem Schreien bzw. Koliken betroffen.

Mittlerweile gibt es bereits Studien, die darüber hinaus zeigen, dass die Gabe von Pro- und Synbiotika sogar eine positive Auswirkung sowohl auf die körperliche als auch die geistige Entwicklung der Kinder haben kann. Diese aktuelle Studie zeigt ganz deutlich, dass speziell entwickelte Multispezies-Synbiotika werdenden Müttern in der Schwangerschaft bei Blähungen und Verstopfung und Säuglingen bei 3-Monats-Koliken und Verdauungsstörungen (Durchfall, Blähungen) Erleichterung verschaffen können: ein guter Start für Mutter und Kind.

Reduktion des Auftretens von 3-Monats-Koliken


 

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